Das Müllkarussell / Investigations on circular economy

@privat

Alles, was wir konsumieren, wird irgendwann zu Abfall.

Verbrauchte Supermarktartikel, geshoppte Kleidung, im Internet bestellte Technik, abgefahrene Reifen, beschriebenes Papier. Besonders schnelllebige Konsumgüter stellen die Wirtschaft vor Herausforderungen: Hersteller und Entsorger versuchen, Einwegplastik und anderen Müll im Kreis laufen zu lassen und Ressourcen zu schonen (discussion here). Allein, es funktioniert nicht oft genug. Alle zusammen sind wir noch immer häufig Verbraucher, die die Umwelt und das Klima belasten.

Ich recherchiere zur Kreislaufwirtschaft: zur Industrielobby, zu Lizenzrechten und getrennter Sammlung, zu Müllverbrennung und Recycling, zum globalen Müllhandel. Über Deutschlands Grenzen hinweg, bis nach Asien. Ich suche dabei nach Lösungen und spreche dabei sowohl mit der Industrie selbst, als auch mit Wissenschaft und Politik.

Dafür bin ich von mehreren journalistischen Stiftungen gefördert worden und habe mit Kolleginnen und Kollegen in mehreren EU-Medien veröffentlicht. Meine bisherigen Recherchen im Müll finden Sie im Detail nachfolgend.

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Everything we consume will once become waste.

Used packages, fast fashion, stuff bought online, old tyres or written paper. Especially FMCG challenge the circular economy trying to keep single-use plastic and other trash in a loop. But it’s difficult! All together we are still consumers who often cause environmental and climate damage.

I research on circular economy: on industrial lobbying, licence fees, sorting, recycling and incineration as well as the global waste trade. Across Europa and Asia I’m deeply stalking for solutions and listen to industries, science and politics.

I got awarded several grants of journo foundations and published in EU-wide media with my colleagues. Please find my trash investigations below.

@Philipp Meise

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The Recycling Myth – Das Recycling Märchen

Together with filmmaker Tom Costello I have directed a documentary on the downside of plastic recycling: illegal waste trade, incineration and dumping. We have investigated what really happens to our packaging and gone undercover around the globe. Our film is produced by Hamburg based a&o buero and funded by the Why Foundation. Broadcast comes through BBC World, NHK Japan, CBC Canada and German ARD among other channels.

We collaborated and co published with German magazine Wirtschaftswoche and found an echo in mainstream and niche media.

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Everything but Green – Der Grüne Punkt und seine Lobby

Eigentlich ist die getrennte Müllsammlung eine geniale Idee: Plastik separat zu sammeln und zu recyceln. Doch über die Jahre haben die Dualen Systeme – die Organisationen des Grünen Punkts – Eigeninteressen entwickelt, die nicht unbedingt im Interesse aller sind. Eine Geschichte über die Grüne Punkte Lobby.

Die Recherche wurde durch Journalismfunds und IJ4EU gefördert. Gemeinsam mit meiner Belgischen Kollegin Isabelle Vanhoutte habe ich über ein Jahr recherchiert und in EU Observer, Correctiv, und den belgischen Medien Apache und Medor veröffentlicht.

Separate collection is a smart invention: collecting plastics separately and ensuring recycling. However, over the years Green Dot organisations across Europe have emerged in vested interests maintaining their system against all odds.

This investigation was funded by IJ4EU and Journalismfunds and I published with Belgian journalist Isabelle Vanhoutte in various media, see above.

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Müllsüchtige Zementrohre – a story on cement industries addiction to burn waste

Zementhersteller, wie LafargeHolcim und HeidelbergCement, stützen ihr Geschäftsmodell auf ein zweites Standbein: die Müllverbrennung. Mittlerweile saugen sie alle erdenklichen Abfallarten an und machen um ihre Milliardeneinnahmen mit Müll ein Geheimnis. Zwar kann die Müllverbrennung sinnvoll sein, doch Zementkonzerne sind zunehmend abhängig von der Müllverbrennung.

Diese Recherche wurde von der Otto-Brenner-Stiftung gefördert. Mit meinem Kollegen Michael Billig habe ich ein halbes Jahr recherchiert und bei Business Insider veröffentlicht. Die Recherche wurde auf der Hauptversammlung von HeidelbergCement besprochen.

Cement industries, such as global leaders LafargeHolcim and HeidelbergCement, have a hidden business: waste incineration. Meanwhile they absorb all kinds of waste they make their Billions of profit by incineration a secret. Waste incineration can be a useful substitute for fossils, but at the same time cause damages. While cement kilns can’t get away from their trash anymore.

This investigation was funded by Otto-Brenner-Stiftung and I published with journalist Michael Billig in Business Insider.

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Sich was in den gelben Sack lügen – The great recycling charade

Die Deutschen sind Recyclingweltmeister. Dafür reißen wir das Plastikfenster aus der Nudelverpackung oder falten artig Getränkekartons. Schade, dass trotzdem ein großer Haufen aus dem gelben Sack verbrannt werden muss oder um den Globus reist, um irgendwo zu verschwinden. Und wir sprechen von der deutschen Abfallwirtschaft, ein hypertechnisiertes und integriertes System, die beste schlechteste Lösung. Natürlich sieht es in den EU-Nachbarstaaten und darüber hinaus noch ganz anders aus.

Für das Greenpeace Magazin oder den Fluter der Bundeszentrale für politische Bildung bin ich meinem Plastikmüll gefolgt und habe auch Lösungen gefunden, um den gelben Sack kleiner zu machen: nämlich Einwegplastik zu vermeiden. Chemie- und Lebensmittelkonzerne setzen hingegen weiter auf „recycelbare“ oder „recycelte“ Verpackungen. Ihnen geht es wohl hauptsächlich darum, sich ein grünes Image zu verleihen.

I focused for several media on our recycling bins tracking down plastic waste and following money. Plastic waste is not a raw material the chemical and FMCG industries want us to believe, but a problem to get rid of. However, big industries are keen to advertise recycability and recycelt content instead avoiding package, or providing scalable packaging solutions with less problematic plastics.

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Mikroplastik aus dem PET Recycling – how circular can plastic bottles really be and how risky is their recycling?

„Flasche zu Flasche“ ist das Gebot der Plastikflaschen-Lobby. Ihr Ziel: den Konsumenten einen Stoffkreislauf von Einwegflaschen aus PET suggerieren und damit den Absatz steigern. Tatsächlich lassen sich Plastikflaschen gut recyceln. Das Problem: dabei entsteht Mikroplastik, das am Ende auf Feldern und in Flüssen landet. Ein Umstand, mit dem die Branche nicht so gern offen umgeht.

In Focus Online habe ich eine umfassende Recherche zu Mikroplastik aus dem PET Recycling am Beispiel des französischen Abfallkonzerns Veolia veröffentlicht. Die Recherche wurde vom Verein Recherche und Reportage gefördert.

Bottle to Bottle is the mantra of the plastic bottle lobby. Their goal is to suggest consumers a closed loop of single use PET bottles. Indeed, those bottles are well recycable. However, the process of PET bottle recycling emits microplastics to rivers and oceans – a fact that recycling industries such as Veolia like to hide.

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